9. Juni 2026
🐾 Meine Menschen, ihr seid mutig – aber auch ein bisschen … na ja.
15. Juli 2025
Ein Bericht aus der ersten Woche Vanlife – aus Hundesicht

Also.
Ich bin Yasuo.
Ein Shiba Inu. 10 von 10 auf der Skala für stille Weisheit – sagen zumindest die, die mich kennen.
Diese Woche war ... nennen wir es: interessant.
Tag 1 bis 3 – Immer noch da?
Wir stehen.
Am Freibad. Drei Tage lang.
Nein, das war kein Urlaubsplan – das war Bürokratie.
TÜV, Landratsamt, Geduld ...
Ich habe geschlafen. Sie haben gewartet.
Im Supermarkt dann:
"Seid ihr noch da?" – haben die Leute gefragt.
Ich habe innerlich gebellt:
"Wollt ihr uns nicht einfach einziehen lassen?"
Aber meine Menschen haben nur müde gelächelt.
Und weiter gelistet, weiter organisiert, weiter geschwitzt.
Ich sag's euch: Diese To-do-Listen-Menschen.
Tag 4 – Linsen, Liebe, Lebensfreude
Äffle: Was isch groß?
Pferdle: A Elefant!
Äffle: Was isch größer?
Pferdle: Schturgert!
Äffle: Ond was isch überhaupt s Gröschde?
Pferdle: Lensa ond Schpätzla mit Saidawürschd - und eine liebevolle Geste!
Linsen mit Spätzle von unseren Freunden. Mit Würstchen. Für alle.
Meine Menschen waren ziemlich platt an dem Tag. Deshalb hieß es: „Kommt einfach vorbei und holt’s euch ab "Bigg-Drive-in-Style.“
Und tatsächlich – als wir ankamen, standen sie schon am Hauseingang, hielten die Tupperdosen wie ein Geschenk hoch und reichten sie uns liebevoll durchs Fenster.
Sie haben gegessen, als gäb’s kein Morgen.
Sie haben geschwärmt.
Ich bekam was vom Würschtle.
Ich habe versucht, würdevoll zu schauen.
(Spoiler: Hat funktioniert.)
Und ich habe beobachtet: Wie sie aufatmeten. Wie für einen Moment alles leicht wurde.
Wenn Menschen satt und müde sind, dann brauchen sie nicht viel – nur ein bisschen Wärme.
Und meinen Blick.
Tag 5 – "Das ist jetzt also unser Zuhause?"
Wir fahren los. Endlich. Kein Haus mehr, keine Kisten, kein Möbelgerücke.
Aber ich merke es sofort: Sie wissen nicht, was sie tun.
Sie tun so, als hätten sie alles im Griff.
Aber ehrlich – ich hab noch nie gesehen, dass jemand sieben Mal in zehn Minuten die gleiche Schublade öffnet.
(Die Leckerli sind übrigens ganz woanders. Nur so nebenbei.)
Tag 6 – Waschtag und 100 Jahre Country Club Fest
Wir standen den ganzen Tag auf einem Campingplatz.
Soweit ich hören konnte: irgendwo zwischen Country-Live-Musik und Großstadtlärm.
Meine Menschen sagten Wörter wie "Abwasser", "Solar" und "WLAN"
und eines, das sie nur leise flüsterten:
"Was machen wir hier eigentlich?"
Da wusste ich: Jetzt ist mein Einsatz.
Ich lief ein bisschen im Kreis, schnaubte leicht, schaute tief -
mein berühmter Blick.
Er wirkt immer.
Manchmal braucht es eben nur ein bisschen Fell, damit Menschen wieder wissen, wo ihr Herz schlägt.
Tag 7 – So fühlt sich Ankommen an?
Kein Plan, wo wir sind.
Aber meine Menschen lachen.
Sie sagen Sätze wie:
"Jetzt sind wir wirklich unterwegs."
"Wir haben’s geschafft."
"Ich kann’s noch gar nicht glauben."
Ich glaube es. Denn ich sehe es:
Sie sehen sich an – und wissen, dass es richtig war.
Sie fragen sich weniger Wie machen wir das?
und mehr: Wie fühlen wir uns dabei?
Und das, ihr Lieben,
ist das größte Zeichen von Ankommen.
Bis bald. Ich melde mich wieder.
Euer Yasuo
– der eigentliche Kapitän an Bord 🐾
Ihr wisst schon.